Gemeinsame Erklärung zu den Protesten gegen die Corona-Maßnahmen

30. Januar 2022

Die dramatischen Folgen der Covid-19-Pandemie beeinflussen das Leben jeder und jedes Einzelnen nachhaltig. Über 100.000 Menschen sind seit Ausbruch der Pandemie in Deutschland gestorben. Unzählige sind von den Folgen einer Erkrankung direkt oder indirekt betroffen.

Die überwiegende Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger trägt aktiv zur Bekämpfung der Pandemie bei. Die größte Bewegung dieser Tage ist glücklicherweise die Impfbewegung. Das ist ein sehr positives und ermutigendes Zeichen.

Der wichtigste Baustein im Kampf gegen Corona bleibt nach wie vor eine Impfung gegen das SARS-COV-2-Virus: sie schützt Ihre Lieben und Sie selbst. Wir danken allen, die zu einer aktiven Bekämpfung der Pandemie in den unterschiedlichsten Bereichen beitragen. Solidarität und Gemeinschaftssinn sind weiterhin gefordert!

Wir verstehen, wenn Bürgerinnen und Bürger Unmut über Entscheidungen der Bundesregierung und der Staatsregierung äußern oder wegen der Corona-Maßnahmen und wegen Einschränkungen des gesellschaftlichen Zusammenlebens Bedenken haben. Kritik gehört zu einer lebendigen Demokratie dazu.

Wer diese Rechte für sich in Anspruch nimmt, muss jedoch prüfen, ob nicht die Feinde der Demokratie dies für ihre Zwecke nutzen. Es darf nicht sein, dass von den Organisatoren im Internet unwidersprochen für einen Umbau des Staates geworben wird und Reichsbürger unsere Polizisten als Söldner bezeichnen. Sowohl die Organisatoren von Demonstrationen als auch die Teilnehmenden sind aufgefordert, sich eindeutig von den Feinden unserer Demokratie zu distanzieren. Alle demokratisch denkenden Mitbürger sollten sich deshalb immer folgende Fragen stellen: Mit wem gehe ich da auf die Straße? Was fordern die Organisatoren derartiger Veranstaltungen? Was gefällt mir nicht und was ist mir zu extrem?

Keine Sorgen, keine Empörung und auch keine Enttäuschung rechtfertigen den Schulterschluss mit den Feinden unserer Demokratie. Deswegen bitten wir alle Mitbürgerinnen und Mitbürger, sich von ihnen zu distanzieren.

Unter dem Deckmäntelchen des Protestes darf man keine Fehlinformationen oder Verschwörungstheorien verbreiten oder gar gegen Gesetze verstoßen. Als Amberger Bürgerinnen und Bürger stehen wir auch jetzt zusammen und treten für unsere gemeinsamen Werte und Rechte ein, ohne andere in Gefahr zu bringen – egal, wie wir über bestimmte Coronamaßnahmen denken.

Gemeinsam

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